1. 185-Fahrgeschäfte Martinimarkt Parchim
    Kultur & Tourismus
    Parchimer Martinimarkt

    Der Parchimer Martinimarkt hat sich zu einer der größten Attraktionen seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Er lockt jedes Jahr am ersten Novemberwochenende zehntausende Besucher aus nah und fern in die Stadt. Seien Sie dabei, wenn der Festplatz Kinderaugen zum Strahlen bringt und sich alle Besucher an der bekannten warmen und gemütlichen Atmosphäre erfreuen können.

Bewerbungsschluss: 5. Januar 2020

Bewerbungen für den Parchimer Martinimarkt vom 06. bis zum 09. November 2020

Hinweise und Erläuterungen für Ihre Bewerbungen zum Parchimer Martinimarkt:

  1. Die Stadt Parchim nutzt zukünftig ausschließlich das kostenpflichtige Bewerbungsverfahren!

    Für die Bearbeitung der Bewerbungen erhebt die Stadt Parchim Gebühren. Für jede einzureichende Bewerbung ist eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 15,00 € und ausschließlich mittels Banküberweisung zu entrichten.

    Der Überweisungsbeleg/Nachweis ist der Bewerbung beizufügen. Bewerbungen ohne die zu entrichtende Bearbeitungsgebühr werden nicht berücksichtigt. Bargeld und Checks werden nicht angenommen.

    Diese Gebühr ist auf folgendes Konto einzuzahlen:

Stadt Parchim, IBAN: DE49 1405 1362 0000 000183, BIC: NOLADE21PCH, Sparkasse Parchim-Lübz, Verwendungszweck: Bewerbername, Geschäft, MM 2020.

  1. Bitte nutzen Sie zukünftig ausschließlich das Bewerbungsformular von der Internetseite der Stadt Parchim. So können Sie und wir uns sicher sein, dass alle Angaben und Unterlagen, die wir zur Bearbeitung benötigen, vollständig sind.

Das Bewerbungsformular finden Sie hier als Download. Dieses können Sie ausdrucken und per Post mit den anderen erforderlichen Unterlagen an die Stadt Parchim, Martinimarkt, Blutstraße 5, 19370 Parchim, bis zum 5. Januar 2020 einsenden. Der Eingang der Bewerbungen wird nicht bestätigt. Entscheidend für den Nachweis des rechtzeitigen Eingangs ist das Datum des Posteingangsstempels. Für direkt in der Dienststelle abgegebene Bewerbungen gilt der Eingangsstempel.


Ergeben sich nach Absendung der Bewerbung Veränderungen bei den umseitigen Angaben bzw. an Ihrem Geschäft, sind diese unverzüglich schriftlich mitzuteilen. 

  1. Mit Einreichung der Bewerbung erkennt der Bewerber die Zulassungsrichtlinien der Satzung an.

  1. Eine Bewerbung begründet keinen Rechtsanspruch auf Zulassung. Die Zulassung begründet keinen Rechtsanspruch auf einen bestimmten Platz.

  1. Die Zulassungsrichtlinien für den Parchimer Martinimarkt finden Sie ebenfalls als Download auf dieser Internetseite.

  1. Für die Imbiss- und Ausschankbetriebe ist die Verwendung von Mehrweggeschirr gefordert.

  1. Für jedes Geschäft ist ein gesonderter Antrag einzureichen.

  1. Verspätet eingehende oder unvollständige Bewerbungen bleiben unberücksichtigt.

 

Das Bewerbungsformular

Die Martinimarktsatzung der Stadt Parchim

Anzeige Bewerber Martinimarkt 2020

Mecklenburgs größter Jahrmarkt

183-Eröffnung Martinimarkt 2015 durch Bürgermeister Dirk Flörke
Der Bürgermeister eröffnet traditionell den Martinimarkt. © Stadt Parchim

Der Parchimer Martinimarkt blickt auf eine lange traditionsreiche Geschichte zurück und gehört zu den größten Jahrmärkten in Mecklenburg. So ist dieses 4-tägige Spektakel nicht nur ein großes Event für die Einheimischen, sondern auch für viele Besucher aus der Umgebung. Jährlich gehen über 400 Schaustellerbewerbungen aus ganz Deutschland und weiteren EU-Ländern ein. Eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern der Stadt Parchim entschieden über die Vergabe von den ca. 80 Plätzen.

Die Schaustellergeschäfte nutzen auf engstem Raum die zur Verfügung stehenden Freiflächen und verwandeln den Festplatz an der Bergstraße jedes Jahr aufs Neue in eine bunte und stimmungsvolle Vergnügungsmeile. Da kommt wieder eine besondere Atmosphäre auf, an der sich tausende Besucher erfreuen. Dank dem Festplatzgelände mit rund 19.000 m² ist viel Platz für eine attraktive Mischung aus Action, Spaß, Unterhaltung und Kulinarischem. Es besteht ein großes Angebot aus diversen High-Tech-Fahrgeschäften bis hin zu den traditionellen Jahrmarktständen. Dadurch macht der Martinimarkt jedes Jahr im November seinem guten Ruf alle Ehre und endet nach 4 Tagen am Montag um 22 Uhr. Um den Jahrmarkt langsam ausklingen zu lassen, findet immer montags um 20 Uhr ein spektakuläres und farbenfrohes Höhenfeuerwerk statt.

Die Sicherheit bei einer so großen Veranstaltung steht  im Fokus aller Beteiligten. Polizei, Sicherheitsleute, Rettungsdienste wie auch Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind während den Öffnungszeiten präsent. Auch in diesem Jahr wird der Container der Marktaufsicht Ecke Pestalozziweg/Bergstraße besetzt sein und auch ein Erstversorgungszelt vom Sanitätsdienst dort eingerichtet.

Kontakt

Stadt Parchim

Blutstraße 5 | 19370 Parchim | Tel.: 03871 71326 | Fax: 03871 71313

E-Mail: gabi.wolff@parchim.de

Geschichte

Parchims Märkte

191-Martinimarkt alt Parchim

Die Stadt Parchim ist seit je her der zentrale Anziehungspunkt für die umliegenden Kleinstädte, Bauerndörfer und Gutshäuser. Seit dem Jahr 1370 handelten Händler auf Märkten in Parchim. Ende des 17. Jahrhunderts fand bereits 2-mal jährlich ein Markttreiben in Form von Warenmärkten verbunden mit Viehverkäufen in der Altstadt statt.

Die Besonderheit des Martinimarktes besteht in der überregionalen Handelstätigkeit gepaart mit der sogenannten „Terminzeit“, zu der nach Abschluss der jährlichen Feldarbeiten Jahresverträge, Zinsen oder Fälligkeiten terminiert waren. Verbrauchte Geräte konnten auf dem Markt ersetzt und Wintervorräte angelegt werden.

Die Bezeichnung des Martinimarktes stammt vom dem Wort „Martinitag“ ab, welcher sich zeitlich um den 11. November befindet und ein Markttreiben definiert. Der Martinitag ist dem Bischof Martin von Tours gewidmet.

Dass die Märkte sich zu Volksfesten mauserten, belegt eine Schulordnung der Großen Stadtschule von 1741. So wurden in der Ferienordnung extra freie Tage für den Martinimarkt festgesetzt. Im Jahr 1882 wurde diese Regelung für die Mittel- und Elementarschulen erweitert. Zu dem reinen Warengeschäft kamen nach und nach Schaubuden, Schießstände und Attraktionen in Begleitung von Drehorgelmusik. So war der Markt von einem Waren-, Vieh- und Arbeitsmarkt deutlich zunehmend auch zu einem Vergnügungstreffen heran gewachsen.

Einmalig ist in Parchim die Kontinuität des Martinimarktes, über den gesamten Zeitraum und verschiedene politische Systeme hindurch, die nur durch Seuchen, Kriege oder Naturkatastrophen unterbrochen werden konnte. Die Ausstrahlung über Mecklenburg-Vorpommern hinaus bis Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg ist über Jahrhunderte belegt.

Einen Aufschwung bekam der Martinimarkt nach dem ersten Weltkrieg. So wurde er in den 20iger Jahren zu einem beliebten Volksfest. Schon von weitem wurde man in der Langen Straße/Ecke Bleicherstraße mit Leierkastenmusik begrüßt und ab hier begannen in Richtung Mönchhof die Schaubuden. In einem sogenannten Hippodrom konnte man seine Reitkünste unter Beweis stellen. Auf dem Neuen Markt standen Karussells und Luftschaukeln und in der Nähe der Marienkirche das spaßige Teufelsrad.

In den 30iger Jahren zog anstelle von Menschenkraft und Pferdestärken nun auch die Technik ein, mit der Avus-Bahn (Autoscooter) und dem Wiener Sportrad (Riesenrad). Lautsprecher schallten anstatt der Drehorgel.

Durch die immer massiger werdenden Fahrgeschäfte und die zu große Behinderung des Verkehrs, zog der Martinimarkt mehrmals um. Im Jahre 1968 fand der Martinimarkt erstmals auf den heutigen Festplatz an der Bergstraße statt, wodurch Platz für neue, anspruchsvollere Fahrgeschäfte gegeben war. Traditionen, wie das Feuerwerk am Montagabend, sind seit dem bis heute präsent.